Herbstversammlung 17:30 Uhr

18.11.2017     →   Ort: Walheim, Gaststätte auf der Burg
Referent Albrecht Müller (links) und Vereinsvorsitzender Wolfgang Mallin
Referent Albrecht Müller (links) und Vereinsvorsitzender Wolfgang Mallin

Auszug der Pressemitteilung vom 19.11.2017

Am vergangenen Samstag veranstaltete der Besigheimer Bezirksverein für Bienenzucht e.V. seine traditionelle Herbstversammlung. Vereinsvorsitzender Wolfgang Mallin durfte hierzu weit über 50 Mitglieder und Gäste begrüßen. Erich Schilling hielt einleitende Worte zu den aktuell anstehenden imkerlichen Arbeiten. Dies ist derzeit insbesondere die Winterbehand- lung in den nächsten Tagen und Wochen gegen den in den 1980er Jahren eingeschleppten Parasiten Varroamilbe.

Mit Albrecht Müller, Referent vom Landesverband Württembergischer Imker e.V., konnte der Besigheimer Imkerverein wieder einen kompetenten Imker und Bienenzüchter gewinnen. Er imkert seit über 20 Jahren und betreibt insbesondere eine Waldimkerei im Welzheimer Wald. Er berichtete aus seinem reichen Erfahrungsschatz beim Imkern über das gesamte Bienenjahr.

Im späten Winter ist es z.B. so, dass dann das meiste Futter verbraucht wird, d.h. der Imker muss im Frühjahr auf ausreichende Nahrung seiner Bienen achten. Mit dem Einsetzen der Kirschblüte ist dann der Zeitpunkt zur Erweiterung der Völker gegeben, da die Völker jetzt stark wachsen. Auch der Schwarmtrieb der Völker entwickelt sich zu diesem Zeitpunkt, was entsprechende Kontrollen des Imkers erfordert.

Diese Entwicklung der Völker kann vom Imker zur Ablegerbildung, d.h. zur Nachzucht von neuen Völkern genutzt werden. Dies wirkt auch dämpfend auf den Schwarmtrieb. Dennoch kann es auch einem erfahrenen Imker passieren, dass ein Volk schwärmt. Ein Bienenschwarm gehört solange dem Ursprungsbesitzer, solange er ihn verfolgt. Imker dürfen hierzu auch fremde Grundstücke betreten. Wird der Bienenschwarm nicht mehr verfolgt, wird er herrenlos und darf von jedem Imker eingefangen werden.

Wenn dann ab Ende Mai die Honigernte ansteht, darf der Honig nicht zu viel Wasser enthalten, sonst besteht die Gefahr der Gärung des Honigs. Nach der Honigernte steht im Juli bereits die Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe an. Hier hat sich die ökologische Behandlung mit der Ameisensäure bewährt, wie sie auch vom Besigheimer Verein empfohlen wird.

Auch einige Erfahrungen zum Thema Wachskreislauf hatte Albrecht Müller parat. So sollte jeder Imker im Herbst seine verunreinigten Waben einschmelzen und neue Waben – möglichst aus eigenem Verdeckelungswachs – herstellen. Das Verdeckelungswachs ist das Wachs, mit dem die Bienen die Honigwaben verschließen und ist besonders rein. Dieses Wachs muss vom Imker vor dem Schleudern der Waben entfernt werden.

Im Winter müssen die Völker vor ungebetenen Gästen – den Mäusen – durch Gitter an den Fluglöchern geschützt werden. Mit der Winterbehandlung der Bienen vor Weihnachten endet das Imkerjahr.

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