Geförderte Varroa-Behandlungsmittel

Bedingungen für die Förderung
  • Die Übernahme, sowie die Unterweisung bezüglich sachgerechter Verwendung der Behandlungsmittel muss schriftlich bestätigen werden.
  • Übergabe der Behandlungsmittel ist nur an die Bestellerin beziehungsweise den Besteller persönlich möglich !
    Vertreter (auch mit Vollmacht) werden von der Tierseuchenkasse nicht akzeptiert.
  • Die Bestellmenge muß für die Anzahl Bienenvölker angemessen sein (siehe nächsten Abschnitt). Grundlage ist die Anzahl Bienenvölker, welche zum Jahresende 2017 vom Verein an den Landesverband gemeldet wurde. In der Bestellung wird die gemeldete Anzahl angezeigt. Die Spalte "angemessene Bestellmenge" ist eine Orientierung, berechnet nach den Informationen des Ministeriums.
Bestellmenge - was ist angemessen ?

Welche Mengen werden für die Varro-Behandlung empfohlen ?

Präparat

Volk

auf 2 Zargen

Ableger

auf 1 Zarge

Volk + Jungvolk, komplet Bemerkung

Oxuvar, 5,7% ad us. vet., 275 g – Packung

ergibt 450 ml Träufellösung oder 500 ml Sprühlösung

50 ml

(träufeln, “Winter”)

Gesamtmenge reicht für 9 Völker

50 - 80 ml

(sprühen, “Sommer”)

Gesamtmenge reicht für bis zu 10 Ableger

ca. 100 ml

 

Gesamtmenge reicht für bis zu 5 Völker + 5 Ableger

  • Wirtschaftsvolk: Restentmilbung (max. 50 ml, Träufeln, gebrauchsfertige Lösung)

  • Jungvolk: Entmilbung in brutfreier Startphase (ca. 50 ml, Sprühen), gebrauchsfertige Lösung)

    2 Packungen je gemeldete 5 Völker

Ameisensäure 60% ad. us. vet., 1 l

580 ml

(2x behandeln)

360 ml

(2x behandeln)

940 ml

  • Wirtschaftsvolk: Für ein Behandlungsintervall wird für ein zweiräumiges Volk 290 ml benötigt (Nassenheider), zwei Behandlungsintervalle sind vorzusehen

  • Jungvolk: Ein bis zwei Behandlungsintervalle (á 180 ml, Nassenheider)

    1 l je gemeldetem Volk

ApiLife Var, Packung mit 2 Streifen

2 Packungen 1..2 Packungen 3 Packungen
  • Wirtschaftsvolk: lt. Packungsbeilage: vollständige Behandlung 4 Streifen je Volk, (4 x á 7 Tage ein Streifen)

  • Jungvolk: entsprechend die Hälfte

    3 Packungen je gemeldetem Volk

Hier ist das Originaldokument vom Ministerium

MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHEN RAUM UND VERBRAUCHERSCHUTZ Angemessene Bestellmenge der Varroa-Arzneimittel

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Geförderte Varroa-Bekämpfungsmittel 2018 für Baden-Württemberg

Varroa-Bekämpfungsmittel 2018 für Baden-Württemberg

Ameisensäure 60%ig ad us. vet.

1
Preis: 3.50 €

Verschreibungsstatus: frei verkäuflich

Bestandbuch: nicht bestandsbuchpflichtig (wird aber empfohlen)

 

Wirkstoff: Ameisensäure

Anwendungszeitraum: Sommerbehandlung nach der Honigernte, 2. Behandlung im September empfohlen, Ableger jederzeit

Anwendung: Die empfohlene Minimaldosis für ein- bzw. zweizargige Völker pro Zarge und Tag

  • im Sommer (nach der Abschleuderung) bei 15 – 20 g
  • im Spätsommer / Herbst (vor der Brutpause) bei 6 – 10 g

Die Minimaldosis darf nicht unterschritten werden. Die Gesamtdosis beträgt 85 g Ameisensäure 60% pro Zarge und Behandlung.
Der angegebene mittlere Dosisbereich ist einzuhalten. Kurzfristige Überschreitungen der Dosis innerhalb der ersten drei Behandlungstage um bis zu 100% können toleriert werden.

Art und Dauer der Anwendung: Die Ameisensäure wird mit Hilfe geeigneter Applikatoren (Verdunstungshilfen) in die Bienenvölker eingebracht. Das Besondere dieser Applikationsform ist die kontinuierliche Verdunstung niedriger Dosen pro Zeiteinheit über einen längeren Zeitraum. Die Verdunstung der Ameisensäure im Bienenvolk hat mit der höchstmöglichen Gleichmäßigkeit über einen Zeitraum von 10 Tagen zu erfolgen
Ameisensäure darf nicht angewendet werden,

  • wenn die Aussentemperaturen unter +12 °C oder über 25 °C liegt.
  • wenn eine Belastungssituation wie Hitze oder Dauerregen vorliegt.
  • wenn die Bienen in der Winterruhe sind.

Bei schwachen Völkern und Jungbienen kann eine erhöhte Bienensterblichkeit auftreten. Ein Verlust der Königin kann vereinzelt vorkommen. Die Weiselrichtigkeit muss nach der Behandlung geprüft werden.

Resistenzen: nicht bekannt

Sicherheitshinweise: Haut- und Augenkontakt unbedingt vermeiden. Dämpfe nicht einatmen! Säurespritzer sofort mit viel Wasser entfernen. Sie arbeiten mit einer starken Säure. Sie sollten Handschuhe und eine Schutzbrille tragen. Bei der Arbeit ist ein Imkeranzug, Laborkittel oder alte Arbeitskleidung empfehlenswert.
Ameisensäure darf nur im gut gekennzeichneten Behältnis (keine Getränkeflasche!) aufbewahren werden. Ameisensäure ist verschlossen, getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln sowie gegen den Zugriff von Kindern gesichert aufzubewahren.

ApiLife Var

2
Preis: 2.30 €

Verschreibungsstatus: apothekenpflichtig

Bestandbuch: Eintrag ins Bestandsbuch ist verpflichtend

 

ApiLife VAR® ist der Handelsname von Verdunstungsplättchen, die das Wirkstoffgemisch enthalten.

Wirkstoff: Thymol, Menthol, Kampfer und Eukalyptusöl.

Hersteller: Chemicals Laif

Vertrieb in Deutschland: Serumwerk Bernburg AG

Anwendungsdauer: 4 bis 6 Wochen

Anwendungszeitraum: Sommerbehandlung, nach der Honigernte

Wartezeit: keine Wartezeit

Informationen des Herstellers: Gebrauchsinformation

Anwendung: ApiLife VAR® ist eine Mischung der ätherischen Öle Thymol, Eucalyptusöl, Menthol und Kampfer. Durch Verdunsten werden die Wirkstoffe freigesetzt und in der Stockluft angereichert. Daher ist eine Mindesttemperatur von 18 °C erforderlich. Eine Überschreitung der Höchsttemperatur von 27 bis 30 °C kann zu einer Überdosierung führen.

Resistenzen: nicht bekannt

Sicherheitshinweise: Haut- und Augenkontakt vermeiden. Sie sollten beim Öffnen der Verpackung und Einsetzen der Plättchen mit Handschuhen arbeiten. ApiLife VAR® ist ausschließlich zur äußerlichen Anwendung bestimmt.

Oxuvar 5,7 % ad us. vet.

3
Preis: 4.50 €

Verschreibungsstatus: apothekenpflichtig

Bestandbuch: Eintrag ins Bestandsbuch ist verpflichtend

OXUVAR® ist der Handelsname einer Oxalsäuredihydrat-Lösung.


Wirkstoff: Oxalsäure

Hersteller: Andermatt BIOCONTROL GmbH

Vertrieb in Deutschland: Apotheken, Tierärzte und Veterinärämter

Anwendungsdauer: einmalig

Anwendungszeitraum: Winterbehandlung von Wirtschaftsvölkern im November und Dezember, Temperaturen mindestens 3 °C erforderlich, brutlose Jungvölker jederzeit

Wartezeit: keine Wartezeit

Informationen des Herstellers: Anleitung zum Träufeln   /   Anleitung zum Sprühen

Anwendung: siehe Herstellerinformation.

Resistenzen: nicht bekannt

Sicherheitshinweise: Haut- und Augenkontakt unbedingt vermeiden. Säurespritzer sofort mit viel Wasser entfernen. Sie arbeiten mit einer giftigen Substanz. Sie sollten Handschuhe und eine Schutzbrille tragen. Bei der Arbeit ist ein Imkeranzug, Laborkittel oder alte Arbeitskleidung empfehlenswert.


Oxalsäure darf nur im gut gekennzeichneten Behältnis (keine Getränkeflasche!) aufbewahren werden. Oxalsäure ist verschlossen, getrennt von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln sowie gegen den Zugriff von Kindern gesichert aufzubewahren. Nach Aufnahme von größeren Mengen Oxalsäure kommt es zu Lähmungserscheinungen. Bereits geringe Dosen führen zu Schädigung des Herzens sowie Nierenschäden durch Verstopfen der Nierentubuli.
Die mit Zucker versetzte Oxalsäurelösung ist nur wenige Tage lagerfähig. Unter den sauren Bedingungen beginnt die Bildung des bienenschädlichen HMF aus dem Zucker.

Bestellen können nur Mitglieder nach Anmeldung !