Frühjahrsversammlung

17.02.2018     →   Ort: Bissingen, Musikverein, Ernst-Silcher-Platz 1

Am vergangenen Samstag fand unsere traditionelle Frühjahrveranstaltung statt. Hierzu konnten über 100 Mitglieder und Gäste im Vereinsheim des Musikervereins Bissingen begrüßt werden.

Im ersten Teil der Veranstaltung hörten wir eine interessanten und kurzweiligen Vortrag von Prof. Dr. Tautz.

Anschließend gab es noch ein paar organisatorische Hinweise vom Vereinsvorsitzenden, Wolfgang Mallin.

Organisation und Bewirtung waren ausgezeichnet. Wir bedanken wir uns herzlich beim Musikverein Bissingen und bei unseren Mitgliedern für die köstlichen Kuchenspenden.


Mit Professor Dr. Jürgen Tautz konnten wir einen sehr kompetenten Bienenexperten als Referenten gewinnen. Tautz arbeitet am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er beschäftigt sich dort mit der Verhaltensbiologie der Honigbiene wie z.B. zu Details der Temperaturregulierung im Inneren des Bienenvolkes, Vorgänge während der Vorbereitung zum Schwarmaufbruch sowie dem Wabenbauverhalten der Bienen. Auch beschäftigt er sich mit dem Schwänzeltanz der Bienen und wie dabei Informationen transportiert werden.

Prof. Dr. Tautz referierte zum Thema

"Die Klugheit der Honigbiene - wie sie sich äußert und wie man sie erforschen kann"

Prof. Dr. Jürgen Tautz vom Biozentrum der Julius-Maximilians- Universität Würzburg
Vortrag 2018-02-07 "Die Klugheit der Honigbiene - wie sie sich äußert und wie man sie erforschen kann"

Bienen sind Blütenstet, d.h. eine Honigbiene sammelt während eines Fluges nur Pollen und Nektar von einer Blütenart, da sie die Fähigkeit hat, die jeweilige Blütenart zu erkennen. Auch können sie sich im dunklen Bienenstock orientieren. Des Weiteren können Bienen sich im freien Feld orientieren, denn sie müssen ja – z.B. im Gegensatz zu einer Heuschrecke - wieder nach Hause zu ihrem Stock finden. Je älter eine Biene wird, umso leistungsfähiger – im Gegensatz zu uns Menschen - wird auch ihr Gehirn.

Wie funktioniert das Beheizen des Bienenstocks? Durch das Zittern ihrer Flugmuskalatur. Die Flügel werden beim Zittern ausgekuppelt um mit der dabei entste- hende Wärme das Brutnest auf 33° bis 36° Celsius zu halten. Der Honig dient ihnen dabei als Brennstoff. Das Heizen strengt dabei eine Biene mehr an als das Fliegen. Ein Bienenvolk benötigt ca. 300 kg Honig pro Jahr. Dabei kann der Imker nur einen kleinen Teil davon abschöpfen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Bienen enorm effektiv ihre Brut beheizen.

Sie können auch Farben unterscheiden. Die Klugheit der Bienen zeigt sich auch darin, dass sie aus Erfahrung lernen können, d.h. sie können durchaus das Gesicht ihres Imkers wiedererkennen. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Bienen auch in einem Labyrinth – z.B. durch bestimmte Punkte – zurechtfinden.

Auch haben sie eine Mengenvorstellungen wie der Mensch. Bis zu vier Dinge müssen wir Menschen nicht zählen, wir können dies sehen. Genau dies können auch die Bienen. Sie sind schlichtweg sehr intelligente und faszinierende Lebewesen.


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