Das stille Leiden...

von Wolfgang Mallin (Kommentare: 0)

Wetterrückblick am 14.08.21 - der Sommer ließ auf sich warten

Wochenlang war ungünstiges Wetter für die Sommerbehandlung - kühl, nass, feucht. Da kann man sich sparen mit der Behandlung zu beginnen, wird durch die hohe Luftfeuchte keine vernünftige Wirksamkeit erreicht. Dann endlich zeigte der Wetterbericht sommerliche Temperaturen und Sonnenschein. Aber nach zwei Tagen ist es jetzt heiß mit Temperaturen bis an und über 30°C.

Sie tun mir leid. Schaue ich zu, wie die Völker zum Teil aus ihrer Beute ausziehen, dann leide ich mit. Aber was soll man machen - es ist höchste Zeit den Bienen die Milbenlast zu nehmen. Gerade jetzt müssen die wichtigen Winterbienen erbrütet werden und die müssen gesund sein. Bienen, die mit Milbenbefall ausgebrütet werden, sind geschwächt und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den Winter nicht überleben.

Die magische Zahl ist 6%.

Sind mehr als 6% der Brut mit Milben parasitiert, dann ist das Risiko hoch, dass das Volk den kommenden Winter nicht überlebt. Deswegen gilt es gerade vor der Zeit, in der die Bienen ihre Winterbrut anlegen, den Milbendruck zu nehmen. In der Annahme, dass durch das kühle, späte Frühjahr und die langsame Entwicklung der Völker das Jahr 2021 kein Varroa-Jahr sein wird, haben wir heute nach drei Tagen Behandlung erstmalig die Bodenschieber gezogen und geprüft.

Und wieder mal eine Überraschung.

Wieder einmal sind wir eines besseren belehrt worden. Es regnet Milben! Unsere Annahme bezüglich geringer Milbenentwicklung in 2021 war falsch. Es war höchste Zeit mit der Behandlung zu beginnen.

Exemplarischer Milbenfall nach drei Tagen Behandlung. Wer Spass dran hat kann zählen und mir das Ergebnis schicken ;-)

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