Überdurchschnittliche Winterverluste

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Überdurchschnittliche Winterverluste

Fachzentrum Bienen und Imkerei, Mayen

Die Ergebnisse der traditionellen Frühjahresumfrage zur Wintersterblichkeit der Honigbienen liegen jetzt vor.

Auf der Basis von mehr als zehntausend Antworten lag die mittlere Verlustquote in Deutschland bei 20,9% und damit im oberen Bereich der langjährigen Schwankungsbreite. Fast 69,5% der antwortenden Imker berichteten von mehr oder weniger umfangreichen Ausfällen, ein Wert der deutlich über den Zahlen der vergangenen Jahre liegt. Die im Mittel höchsten Verluste meldeten die Imker aus Hamburg, während für Mecklenburg-Vorpommern und Bayern die niedrigsten Einbußen verzeichnet wurden.

Hauptursache dürfte hauptsächlich in den schlechten Witterungsbedingungen des vergangenen Jahres liegen. Bei erhöhtem Varroadruck waren die Bekämpfungsbedingungen in vielen Regionen schlecht. Auch sollte der Frage nachgegangen werden, ob das schlechte Wetter einen reduzierten Nahrungseintrag, insbesondere Polleneintrag, zur Folge hatte und die Bienen „mangelernährt“ aufwuchsen und geschwächt in den Winter gingen.

Dank gilt allen Imkern, die mit ihren anonymen „Datenspenden“ diese Dokumentation und Auswertung erst ermöglicht haben.

Kontakt zum Autor:
Dr. Christoph Otten
Christoph.Otten@dlr.rlp.de

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